Reinigung & Hygiene

Die professionelle Reinigung ist ohne chemische Hilfsmittel grundsätzlich nicht durchzuführen. Hygienische Zustände lassen sich nur dann herstellen, wenn unerwünschte Schmutzpartikel oder Mikroorganismen von den zu reinigenden Oberflächen möglichst vollständig entfernt werden können.

Dazu müssen folgende Vorüberlegungen immer wieder angestellt werden:

  • welche Art von Schmutz ist zu entfernen,
  • welche Art von Oberfläche ist zu reinigen,
  • welcher geeignete chemische Reiniger und
  • welche geeignete mechanische Methode ist anzuwenden.

Die Inhaltsstoffe von chemischen Reinigungsprodukten sorgen für einen mehr oder weniger leichten Übergang von der Oberfläche in die wässrige Phase (Waschwasser). Die (fest anhaftenden) Partikel müssen also abgelöst und mobilisiert werden. Das geschieht in den meisten Fällen nicht ohne mechanische Unterstützung (Wischen, Schrubben, Kratzen, Hochdruck-reiniger etc.).
Die Eignung von chemischen Mitteln zum Ablösen von Partikeln kann vergleichsweise leicht durch Tests an unauffälligen Stellen ermittelt werden. Die Empfindlichkeit der Oberfläche gegen chemischen bzw. mechanischen Angriff zeigt sich leider oft erst nach der erfolgten Reinigungsprozedur.

Fazit: Reinigung ist kein einfaches Geschäft!

Und damit nicht genug. Unter Berücksichtigung von Umweltverträglichkeit und Arbeitsschutz müssen weitergehende Aspekte beachtet werden, die insbesondere Arbeitgeber bzw. Gewerbebetriebe betreffen.
Dazu sind grundlegende Kenntnisse über die eingesetzten chemischen Produkte, deren Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten wichtige Voraussetzungen, um gesetzeskonforme Rahmenbedingungen für die durchzuführenden Reinigungstätigkeiten zu schaffen.
Chemische Reinigungsprodukte müssen grundsätzlich in geeigneter Weise gekennzeichnet sein, damit ein Anwender erkennen kann, ob es sich um einen Gefahrstoff handelt oder nicht (GefahrStoffVerordnung). Dazu dienen die auf der Verpackung angebrachten Warnsymbole. Gebinde ohne Warnsymbole unterliegen nicht der Kennzeichnungspflicht und stellen definitionsgemäß keine Gefahrstoffe dar.

Das sollte Anwender allerdings nicht dazu verleiten, einen leichtfertigen Umgang mit solchen chemischen Produkten zu pflegen. Der Anwender muss auch in der Lage sein zu erkennen, ob es sich um ein saures, alkalisches oder eher neutrales Produkt handelt.

Jährlich werden weltweit Millionen Tonnen von reinigungsaktiven, chemischen Produkten hergestellt und verbraucht: d.h. in die Umwelt entlassen, meistens jedoch erst nach der Behandlung in einer biologischen Kläranlage. Damit hat diese Stoffklasse hat einen erheblichen Einfluss auf unsere Umwelt, insbesondere auf die aquatische Welt.
Aus diesem Grunde ist es von dringender Notwendigkeit, sich über die Handhabung von Reinigungsprodukten zu informieren und deren Einsatz soweit wie möglich zu minimieren.

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Sparsam ist häufig die bessere Alternative!

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