Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten werden durch unterschiedlichste Erreger hervorgerufen und sind nicht direkt mit einer Infektion gleichzusetzen, da nicht jede Infektion gleich zu einer Erkrankung führen muss. Aufgrund der Vielzahl an Erregern sind die jeweils auftretenden Symptome und die zeitlichen Verläufe höchst unterschiedlich.

Auslöser für Infektionskrankheiten

Ein Erreger, der eine Infektionskrankheit auslöst, ist in der Regel ein parasitärer Mikroorganismus. Erreger stammen vorwiegend aus der Gruppe der Bakterien, der Pilze oder der Viren. Darüber hinaus können auch höher entwickelte Erreger wie Einzeller mit Kern (Protozoen) oder auch Würmer (Protozoen) als Parasiten auftreten. Viren stellen eine besondere Klasse dar, da sie keinen Stoffwechsel besitzen, sondern nur eine DNA, die sie in den Wirtszellen vermehren lassen. Eine weitere besondere Gruppe von Erregern, die sogenannten Prionen, besitzt nicht einmal eine DNA oder RNA. Es handelt sich dabei um entartete Proteine, welche die Infektionskrankheit auslösen können.

Übertragungswege für Infektionen

Erreger können auf unterschiedlichen Wegen in den menschlichen bzw. tierischen Organismus eintreten. Der Ort, an dem die Erreger in den Körper gelangen, wird als Eintrittspforte bezeichnet. Es wird unterschieden zwischen der enteralen und der parenteralen Infektion.

Enterale Infektionen: der gesamte Verdauungstrakt mit Mundhöhle, Rachenraum, Speiseröhre, Magen und Darmtrakt wird als innerer Bereich eines Tunnels betrachtet, welcher selbst nicht zum Körperinneren gezählt wird. Die Erreger gelangen über den Mund- und Rachenraum bzw. Darmtrakt in den Körper, beispielsweise durch verunreinigte Nahrungsmittel oder Trinkwasser.

Parenterale Infektionen: hier gelangen die Erreger nicht über den Mund- oder Darmbereich in den Organismus, sondern über andere Bereiche des Körpers. Parentereal wird im medizinischen Sprachgebrauch übersetzt mit „direkt ins Blut“. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen verschiedenen Infektionswegen:

  • perkutane Infektion: Eintritt über die Haut
  • permuköse Infektion: Eintritt über die Schleimhäute
  • Inhalationsinfektion: Eintritt über die Atemwege
  • urogenitale Infektion: Eintritt über den Harntrakt
  • genitale Infektion: Eintritt über die Geschlechtsorgane
  • intrauterine Infektion: Eintritt während der Schwangerschaft in ein ungeborenes Kind

Im Wissen über die möglichen Eintrittspforten in den Organismus können diverse Maßnahmen zum Schutze von Mensch und Tier ergriffen werden, um mögliche Infektionen durch (pathogene) Erreger zu verhindern und zumindest die Chance für den Befall durch derartige Erreger zu verringern.

Prävention und Therapie für Infektionen

Wenn Erreger erst einmal einen Organismus befallen haben, muss ein Arzt zu Rate gezogen werden, der eine entsprechende medikamentöse Behandlung einleiten kann, sofern dies überhaupt möglich ist. Beispielsweise werden seit Jahrzehnten bei bakteriellen Infektionskrankheiten standardmäßig Antibiotika eingesetzt, mit gutem Erfolg. Bislang jedenfalls. Das immer häufigere Auftreten von multiresistenten Keimen (Multiresistenz gegen Antibiotika, MRSA) stellt die Medizin vor ein stetig wachsendes Problem. Bei schwächer ausgeprägten Infektionen helfen häufig auch Produkte aus der Pflanzenheilkunde. Die Palette der Substanzen ist groß und in aller Regel lassen sich die meisten bakteriellen Infektionen erfolgreich behandeln.

Bei Virus- und Pilzinfektionen können Virostatika und Antimykotika zum Einsatz kommen, wobei auch hier die Mediziner aufgrund nicht oder nur schwach wirkender Medikamente immer häufiger an ihre Grenzen stoßen. Insbesondere vor Ausbruch von Virusinfektionen, beispielsweise Influenza, lassen sich gute Erfolge durch Immunisierung mittels Impfung erzielen. Auch Pilzinfektionen können einen schweren Verlauf nehmen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden. Das gilt für Hautpilz und insbesondere für Nagelpilz, der sich in vielen Fällen über Jahrzehnte im Organismus festsetzen kann und niemals wieder entfernt wird.

Einer hohen Bedeutung sollte somit grundsätzlich der Prävention zukommen, denn Vorbeugung ist immer besser als die medikamentöse Behandlung einer Krankheit. Prävention durch Hygiene ist gerade in einer dicht besiedelten Gesellschaft die Basis für ein gesundes Leben. Das bedeutet regelmäßiges Händewaschen in Kombination mit gründlicher Desinfektion von Händen und Füßen (z.B. nach Besuch öffentlicher Bäder und Saunen). Reinlichkeit und Hygiene bei der Zubereitung von Speisen, insbesondere von Rohkost. Reinigung und Desinfektion von Arbeitsflächen und vor allem der Toilettenbereiche kann helfen, mögliche Krankheitsherde frühzeitig auszuschalten. Hierbei sollte immer bedacht werden, dass eine gezielte Desinfektion spezieller Flächen und keine regelmäßige und großflächige Präventiv-Desinfektion durchgeführt wird. Diese birgt nämlich die Gefahr der Resistenzbildung bei Erregern in sich, die dadurch verstärkt werden kann, wenn regelmäßig die falschen Desinfektionsmittel zum Einsatz kommen.

Aber auch Prävention durch gesunde Ernährung und Lebensführung darf nicht vernachlässigt werden, obwohl in der heutigen Überflussgesellschaft viele immaterielle Werte gerne an Priorität verlieren.

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